Meine Welt
Mein Name ist Torsten Glorius und ich gehöre zu einer wohl vom Aussterben bedrohten Spezies namens Schriftsteller, bekannt für die Erstellung von Büchern – also der Speicherung von Content auf gebundenem Papier.
Ich lebe auf der Erde, dem dritten Planeten unseres Sonnensystems im Orionarm unserer Galaxie namens Milchstraße. Das Sonnensystem ist etwa 26.000 Lichtjahre vom Zentrum der Milchstraße entfernt, also sozusagen etwas weiter draußen. Aber das ist okay für mich; nachdem ich einige Jahre in Berlin gelebt habe, genieße ich jetzt das Leben in der Vorstadt.
Als Kind der 1960er Jahre erlebte ich die Apollo-11-Mission, die erste Mondlandung der Menschheit, hautnah mit. Vielleicht glaubte ich deshalb als junger Mann fest daran, dass ich in diesem Jahrtausend, dessen Beginn ich ebenfalls erlebte, zwischen den Planeten leben und reisen und die Erde nur gelegentlich besuchen würde.
Als am 16. Juli 1969, übrigens meinem 5. Geburtstag, Neil Armstrong, Michael Collins und Buzz Aldrin mit einer Saturn-V-Rakete vom Kennedy Space Center in Florida die Erde verließen und nur vier Tage später, am 20. Juli 1969, Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betrat, erschien es mir jedenfalls absolut realistisch, einige Jahrzehnte später zwischen den Sternen leben und arbeiten zu können. Die folgenden Jahre taten der Faszination dieser Vorstellung keinen Abbruch – auch wenn ich mich zunächst im öffentlichen Schulsystem behaupten musste, ohne meine Kreativität und Offenheit zu verlieren…
Fun Fact: 1977, nach dem Bond-Klassiker „Der Spion, der mich liebte“, erschien mir eine Zukunft als Geheimagent und Frauenschwarm zeitweise weitaus verlockender als eine Reise ins All! Doch dank der Enterprise-Novelle und George Lucas’ Star Wars-Saga ließ mich der Wunsch, eines Tages von der Erde ins All zu starten, nie ganz los. Und so ganz nebenbei habe ich auf diesem Wege verstanden, welche Kraft in gutem Storytelling liegt.
Obwohl der Sprung zum Mond tatsächlich weniger als 10 Jahre nach John F. Kennedys Mission von 1961 und dem NASA-Weltraumprogramm gelang, rollen wir über 50 Jahre später immer noch mit derselben Antriebstechnologie über die Erdoberfläche, und seitdem wurden Innovationen gefühlt oft eher virtualisiert als realisiert.
Doch das wird sich bald ändern. Seit meiner Geburt im Jahr 1964 hat sich die Weltbevölkerung von rund 3,5 Milliarden auf über 8 Milliarden Menschen mehr als verdoppelt und wächst weiter. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis die ökologische Belastung der Erde und unser unvermindert wachsender Ressourcenbedarf uns erneut motivieren werden, nach den Sternen zu greifen – diesmal getrieben vom schlichten Drang zu überleben.
Im Moment kann ich mir diese Zukunft nur vorstellen. Das bedeutet, Innovation und Kreativität in den Mittelpunkt meiner Überlegungen zu stellen, anstatt einfach nur bestehendes zu optimieren. Deshalb bin ich auch ständig auf der Suche nach dem nächsten Impuls für die technologische und gesellschaftliche Entwicklung. Geleitet von meiner Erfahrung aus über 30 Jahren in der IT, der Branche mit den kürzesten Innovationszyklen überhaupt, stelle ich mir daher jeden Tag die alles entscheidende Frage: Was wäre, wenn…
Willkommen in meiner Welt.
Cool geschrieben! Bin gespannt auf deine Bücher.